Jeden Tag ein bisschen Wahnsinn.
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erwachsen sein ist ganz schön teuer

ich bin auf der arbeit und versuche verzweifelt langsamer zu arbeiten, damit es nicht so aussieht, als hätte ich nichts zu tun.

es ist nicht so, als hätte ich keine lust zu arbeiten, oder wäre gesundheitlich oder moralisch nicht in der lage. nein. dass es so wenig zu tun gibt hat andere gründe, die ich jetzt hier nicht erläutern möchte. irgendwann vielleicht, wenn ich es schön in worte fassen kann, aber jetzt nicht.

wir waren gestern den mietvertrag unterschreiben. und dann stellte sich heraus, dass eine volle miete plus mehrwertsteuer als honorar an die agentur geht, die uns vermittelt hat. und das hätten sie gerne jetzt, bevor wir eingezogen sind. plus eine versicherung. alles unvorhergesehene kosten. plus drei monate miete als garantie. plus ein neues sofa. ein schlafzimmer brauchen wir auch, mit einem doppelbett. mein bett aus der studienzeit ist zu klein. ausserdem habe ich es meiner schwester versprochen. waschmaschine haben wir auch keine.

das ganze jahr, das ich bei meinen eltern gewohnt habe, nachdem ich mit dem studium fertig war, habe ich gespart und mich gefreut, dass ich so viel zusammenspare. und jetzt wird von dem finanziellen polster eine ganze menge abgezogen. weil das erwachsenenleben teuer ist.

ohne zweifel werden wir es schaffen. wir sind jung und kein bisschen verschwenderisch. wir haben feste jobs.

und doch frage ich mich, wie manche menschen über die runden kommen... wenn noch ein kredit fürs auto hinzukommt, und das abbezahlen vom studiendarlehen (damit muss ich übrigens auch bald anfangen, spätestens in einem jahr. und das war auch eine menge geld), kinder und ihre bedürfnisse: ausbildung, essen, spielsachen, ferien, arzttermine...

ich bin momentan so pessimistisch drauf. und wenn ich mir das alles im kopf aufzähle, macht mir das sehr viel angst. dass ich es nicht schaffe. mein job verliere, dass wir auf der straße landen... kopfkino mit special effects.

aber ich sage mir immer wieder, dass ich auch nicht ewig zu hause bei den eltern bleiben kann. das ist etwas, was mich total aussaugt. dass f. und ich keine privatsphäre haben, und dass unsere beziehung zu einer wochenendbeziehung mutiert ist. was auch sehr viel kraft raubt. denn du kannst nie entspannen.

eigentlich könnte ich mir die argumente sparen, denn jetzt ist es entschieden. wir ziehen zusammen und setzen diesem wochenendleben ein ende.

und wen zum teufel kümmert das gesparte geld, wenn wir endlich wieder nebeneinander einschlafen können?
23.9.08 15:20
 


bisher 5 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Beequ / Website (23.9.08 15:52)
und weil alles soviel kostet, stirbt man hinterher an 10€, die man nicht hatte, um zum arzt zu gehen.
geld regiert die welt


ninkka (24.9.08 08:38)
ich wär mir nicht mal sicher, ob 10 euro reichen um zum arzt zu gehen LOL wie recht du hast


leander (24.9.08 12:58)
Ninkka, sei sicher und beruhigt, ihr geht den Weg welchen Millionen Menschen täglich gehen, begleitet von Angst und Sorge.
Aber der Weg ist das Ziel und ihr beiden habt gute Energien, um zügig voranzukommen. Viel zu viele werdet ihr zurücklassen müssen und einige wenige werden euch vorauseilen.


m...t (25.9.08 06:57)
ninkka@
deine gefühlslage
kann ich so bunt nachvollziehen,
als wäre es in mir.
kann hie rnur bestätigen
das alles in real
wirklich sehr mit
schwierigkeiten, nöten, sorgen
und graualltäglichem behaftet ist,
wenn man mit wenig eigenen mitteln
in ein gemeinsamwohnen
hinübergleiten möchte.
versucht möglichst ohne schulden
dahinein zu kommen.
die courtage war aber doch klar,
wenn ein makler eingeschaltet wird.
oft sind auch noch kautionen erforderlich.
umziehen kostet richtig geld.
und vorübergehend kann man in einer schönen wohnung auch eine art von kreativcamping
improvisieren:
schlafen auf matrazen, essen an kleinen tischen, sitzen auf stühlen.
wer braucht es schon sofort und dauerhaft
elternbiederkomfortabel ..?
lg/meerluft


ninkka (25.9.08 12:24)
@m...t: danke, das ist auch was ich denke. die erste zeit hatten wir in unserer studentenbude keinen esstisch, da haben wir uns einen tisch aus einer kartonkiste "improvisiert". Allerdings ist ein minimum an komfort nicht schlecht, wenn man 9 stunden am tag arbeitet und 2 stunden zur arbeit und heim pendelt. da kommst du abends heim und brauchst schon ein bisschen gemütlichkeit. aber sonst bin ich deiner meinung.

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