Jeden Tag ein bisschen Wahnsinn.
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über facebook und soziale klassen

facebook ist die angeberplatforme schlechthin. man eröffnet ein konto und füttert es mit den verschiedensten infos über die eigene person. in form von biographie, fotos, status updates, fanpages, applications, usw. man findet alte (und neue) bekannte und freunde, leute aus der schule oder aus der hochschule, und darf dann jedesmal mitlesen, was die so treiben.

zugegeben, ich habe voyeuristische veranlagungen, sonst würde ich mich einfach nicht mehr einloggen. aber die neugier quält, und so lese ich, dass c., eine mitschülerin aus dem gymnasium, jetzt auf einer renomierten kunstakademie in london studiert, wo die studiegebühren pro semester an die 6 tausend euro betragen.
h. war jetzt so viele jahre in america, hat dort auch etwas studiert das nur so nach prestige stinkt.

meine früheren mitschüler und kamaraden, die noch vor ein paar jahren mit pickeligen gesichtern und teenie-problemen sich durch die erwachsenenwelt durchschlagen mussten, sind jetzt studenten an akademien, manager, inhaber eigener firmen(r. hat eine webdesign firma gegründet, mit hilfe seines vaters, versteht sich)... das lustigste ist, die waren schon damals fest davon überzeugt, dass sie was besseres sind, und jetzt, dank facebook, darf es die ganze welt erfahren.

ich habe ja auch ein tolles leben. ich bin nicht verbittert und bereue nichts. doch wenn ich durch die fotos meiner früheren mitschüler "durchblättere", frage ich mich, warum mir das so viel ausmacht, jetzt auf einmal festzustellen, dass diese leute zu einer komplett anderen sozialen schicht gehören. ich wusste es ja auch früher, doch waren wir in der schule alle gleich. und jetzt auf einmal sind es zwei welten.
25.9.08 17:22
 


bisher 6 Kommentar(e)     TrackBack-URL


leander (26.9.08 10:20)
es gibt nicht nur zwei welten, Ninkka
es gibt 6,7 Mrd. welten.

http://www.dsw-online.de/info-service/weltbevoelkerungsuhr.php?
navanchor=1010037

glaub ja nicht, dass "was besseres" nicht auch seinen minderwertigkeitskomplex zu ertragen hat, nur noch auf einem höheren niveau der erwartungen. insofern bedaure ich jene und denke:
wer angibt hat mehr vom leben, auch wenn es meist recht verlogen ist.


ninkka (26.9.08 12:14)
hey, cool. hab nicht gedacht dass wir so viele sind.

wieso haben angeber mehr vom leben???


beequ / Website (26.9.08 14:31)
es gibt diesen spruch oder so "lieber arm und glücklich als reich und unglücklich2
was bringt es, den ganzen tag 8-12 stunden was zu arbeiten, was einen totunglücklich macht und dafür die restlichen 5 stunden, die man vom tag hat, in frankfurt shoppen gehen kann.
pah, da trägt man lieber kleidung von takko und hat halt ein fahrrad statt ein auto, ist aber dafür rundum glücklich mit sich und seinem leben und bla~.


ninkka (26.9.08 16:28)
@beequ: die meisten menschen denken da leider anders. wir leben in einer konsumgesellschaft in der uns jeder und alle weismachen wollen, dass unser wohlbefinden von unserem materiellen besitz abhängt. das stimmt aber zum teil. oder zumindest für manche menschen. doch man darf niemals vergessen, dass es dinge gibt, die man nicht mit geld kaufen kann. gesundheit, freunde, glück, zufriedenheit...


leander (29.9.08 19:51)
Ninkka, ich wollte dir mit obigem spruch nur soviel sagen: die oberen verstehen es anscheinend besser, selbstbewusst anzugeben und dadurch vielleicht ein mehr an Lebensquantität zu gewinnen. ich weiß allerdings, dass derlei leute auf dem konto selten das sind, was sie im leben vorgeben zu sein.


ninkka (30.9.08 08:50)
@leander: ich habe auch schon oft die erfahrung gemacht, dass menschen, die finanziell ausgesorgt haben, sich eher bescheiden und zurückhaltend verhalten. sie tragen einfache kleidung, sind gut erzogen, haben allgemeinbildung. sie werfen das geld nicht aus dem fenster und binden niemandem ihren wohlstand an die nase, wenn ich das mal so ausdrücken darf.

andererseits hat angeberei für mich nicht viel mit lebensqualität zu tun. aber ich verstehe was du sagen willst.

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